Erosionsschutz

Bodenerosion durch Wasser und Wind ist sowohl weltweit als auch in Deutschland eines der bedeutendsten Problemfelder des landwirtschaftlichen Bodenschutzes. Die abgetragenen Bodenpartikel und Nährstoffe werden entweder an anderer Stelle wieder abgelagert oder in Oberflächengewässer hinein gespült. Dabei werden Ökosysteme einerseits mit Nährstoffen überfrachtet, andererseits aber Nährstoffe und Oberboden, dauerhaft aus dem landwirtschaftlichen Kreislaufsystem herausgetragen.
Da ein ausgeprägtes Bodenerosionsgeschehen Erträge negativ beeinflussen kann und abfließendes Wasser zu erheblichen Schäden und Kosten führen kann, ist der Erosionsschutz ein zentrales Thema.

Faktoren die Erosion verursachen können:

  • Bodenart (Erosionsgefahr ist höher bei sandigen und schluffigen Böden)
  • Starkniederschläge
  • Hangneigung
  • mangelnde Bedeckung des Bodens
  • Bodenverdichtungen (verhindert ein schnelles Infiltrieren des Wassers in den Boden und vermindert die Speicherfähigkeit)
  • geringer Humusgehalt
  • frisch bearbeitete Böden (fehlende Struktur)

Acker- und pflanzenbauliche Maßnahmen gegen Erosion:

  • Konservierende Bodenbearbeitung
  • Direktsaat
  • Erhalt stabiler Bodenaggregate möglichst im gesamten Fruchtfolgeverlauf, mindestens jedoch zu einzelnen, von Erosion besonders betroffenen Fruchtarten (insbesondere Mais, Zuckerrüben)
  • Vermeidung von Brache durch:
    • Zwischenfrüchte
    • Untersaaten
  • Vermeidung hangabwärts gerichteter Fahrspuren
  • Bodenstrukturverbesserung und -erhalt durch Kalkung
  • Schlagunterteilung bzw. Hanggliederung durch Fruchtartenwechsel
  • Dauerbegrünung von besonders gefährdeten Acker(teil)flächen bzw. Hangdellen und –rinnen
  • Bewirtschaftung quer zum Hang
  • Anlage quer zum Gefälle laufender Grün- sowie Flurgehölzstreifen

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