Untersaat

Bei einer Untersaat wird neben der Hauptfrucht noch eine zweite Frucht ausgesät. Dies kann gleichzeitig mit dem Saatgut der Hauptfrucht geschehen oder auch erst später in den bestehenden Bestand der Hauptfrucht. Eine Untersaat hat vielfältige Vorteile, aber auch Nachteile, sodass sorgfältig abgewogen werden muss was entscheidender ist. Die erfolgreiche Anlage einer Untersaat hängt vor allem vom Boden, den Niederschlägen sowie dem Zeitpunkt ab.

Entscheidende Vorteile, die für die Ausbringung von Untersaaten sprechen, sind:

  • Zusätzliche Stickstofffixierung, die der Folgefrucht zur Verfügung steht
  • Erosionsminderung durch erhöhte Bodenbedeckung
  • Bessere Tragfähigkeit des Bodens
  • Unkrautunterdrückung
  • Zeit- und Kostenersparnis, wenn eine geplante Zwischenfrucht oder Feldfutterfrucht als Untersaat bereits im Frühjahr ins Getreide bestellt wird
  • Besonders in Trockenlagen ist damit ein sicherer Feldaufgang zu erwarten bzw. das Ansaatrisiko von Zwischenfrüchten wird umgangen

Wegen der möglichen Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe müssen Vor- und Nachteile sorgfältig abgewogen werden. Außerdem muss die Hauptkultur und die Untersaat sorgfältig ausgewählt werden. Die Konkurrenzkraft der Hauptkultur und die Wüchsigkeit der Untersaat müssen zueinander passen. Zum Beispiel kann in eine Sommergerste meist nur eine niedrig wüchsige Weißklee-Mischung ausgebracht werden. Kleegräser würden sich zumindest unter feuchten Bedingungen zu stark entwickeln, während sie in Roggen problemlos eingesät werden können.

Mais eignet sich wegen der vergleichsweise langsamen Jugendentwicklung, dem weiten Reihenabstand und der Wuchshöhe besonders gut für die Anlage von Untersaaten. Zielstellung ist dabei meist die bessere Befahrbarkeit bei der Ernte, Erosionsschutz und die schnelle Etablierung einer Feldfutterfrucht nach Mais.

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