Trinkwasserschutz durch Zwischenfruchtanbau

Wir möchten uns bei allen Versuchsanstellern und Helfern bedanken!

Der Zwischenfruchtanbau ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um unsere Böden langfristig er-tragsfähig zu erhalten und den Stickstoff noch vor der Wassersättigungsphase in der Pflanze zu fixieren. Aus einer ökonomisch und ökologisch sinnvollen Flächenbewirtschaftung ist der gezielte Einsatz von Zwischenfrüchten nicht mehr weg zu denken.

Mit den Demonstrationsversuchen der Landwirte im ALWB versuchen wir folgende Fragestellun-gen zu betrachten:

  • Welcher Zeitpunkt ist für die Zwischenfruchtaussaat optimal?
  • Kann man kurz nach der Ernte einen guten Zwischenfruchtbestand mit geringster Bo-denbearbeitung zur größtmöglichen Vermeidung von Mineralisation hinbekommen?
  • Wird Ausfallgetreide ausreichend unterdrückt?
  • Ist es möglich noch vor der Wassersättigungsphase einen guten Zwischenfruchtbestand zu etablieren?
  • Welche Mischungen sind für unsere Region interessant? Welche Sorten eignen sich hin-sichtlich maximaler N-Aufnahme, Unterdrückung des Ausfallgetreides und der Unkräuter
  • Welche Technik ermöglicht einen guten Zwischenfruchtbestand?
  • Wie sind zusätzliche Maßnahmen zu beurteilen (z.B. Beizung, Zugabe von Microgranulat, zusätzl. Düngung)

Bei der „klassischen“ Aussaat von Zwischenfrüchten (leichte Bodenbearbeitung, z.B. mit Grub-ber o. Scheibenegge > Auflauf des Ausfallgetreides > erneute Bodenbearbeitung u. Aussaat) wird in der Regel viel Stickstoff mineralisiert und mobilisiert. Zusätzlich verstreicht wertvolle Zeit zum Wachstum der Zwischenfrucht. Die in 2018 u. 2019 angelegten Zwischenfruchtversuche zielten darauf ab, unmittelbar nach dem Drusch die Zwischenfrüchte auszusäen.