Nmin Beprobung

Eine Beprobung auf Nmin wird auf landwirtschaftlichen Böden gemacht um herauszufinden wie viel verfügbarer Stickstoff im Boden ist und den Pflanzen noch zur Verfügung steht. Nmin bedeutet verfügbarer mineralisierter Stickstoff. Üblicherweise wird der Boden im Frühjahr auf Nmin beprobt, da dann der Landwirt erfährt wie viel verfügbarer Stickstoff im Boden ist, welchen er dann von dem Stickstoff den seine Kultur benötigt abziehen kann. Der Wert des verfügbaren Stickstoffes verändert sich im Laufe des Jahres durch Temperatur, Feuchtigkeit des Bodens und Bewegung des Bodens. Der pflanzenverfügbare Stickstoff ist im Boden sehr mobil und wird bei Regen in tiefere Schichten verlagert und bei Erwärmung durch Kapillarwirkung zur Oberfläche transportiert. Für die meisten Kulturen wird eine Beprobung von einer Tiefe von 90 cm empfohlen, aufgeteilt in drei Schichten 0-30cm, 30-60 cm und 60-90cm, da dies dem durchwurzelbaren Boden der meisten Pflanzen entspricht. Um den zum Zeitpunkt der Probenahme im Boden vorhandenen Nmin-Gehalt exakt ermitteln zu können, müssen die gezogenen Proben sofort nach der Entnahme in ein Bodenlabor gebracht oder bei einer Temperatur von 2–4 °C zwischengelagert werden. Andernfalls kann es durch die Aktivität von Mikroorganismen zu einer Erhöhung des Nmin-Wertes kommen. Einige Landwirte lassen auch kurz nach der Ernte bzw. im Herbst weitere Nmin Proben ziehen. Dies wird dann nicht für eine exakte Düngung benötigt sondern um abzuschätzen wie gut die Düngung im vorangegangen Jahr gepasst hat und wie viel Stickstoff nach der Kultur noch im Boden mineralisiert zurück bleibt.

Dauer Nmin Beprobung

Die beiden dargestellten Flächen werden unabhängig von Kultur und Bearbeitung regelmäßig beprobt. Anschließend wird der Landwirt gebeten seine Maßnahmen im Jahresverlauf anzugeben. 15 weitere Flächen werden so betreut und die Ergebnisse können bei Bedarf gerne ausgetauscht werden.
Hintergrund der Dauerbeprobungen ist, dass wir uns Rückschlüsse auf den Stickstoffverlauf im Boden erhoffen, die auf bestimmte Kulturabfolgen in Verbindung mit unterschiedlichen Bodenbearbeitungen zurückgeführt werden können. Und dass wir mögliche „Hot-Spots“ der Mineralisierung erkennen und mit den Landwirten die Ursachen dieser diskutieren können.

Fazit zu Dauerbeprobungen:

Auf beiden Flächen lässt sich sehr schön die jeweilige Bodenbearbeitung und deren Intensität in Form von Nmin-Gehalten wiederfinden. Auf der Fläche 1 z.B., sieht man das zu Beginn der Untersuchungen in 2017 die Werte ein recht hohes Niveau haben. Mit fortschreitender Vegatation (Frühjahr > Ernte) nehmen die Nmin-Gehalte kontinuierlich ab. Ab Wachstum der Gerste im Frühjahr 2019 die Nmin-Gehalte durchgehend ein sehr niedriges Niveau haben. Im Jahr 2019 lag auf der Fläche zusätzlich ein Düngefenster, welches mit in die Grafik eingeflossen ist. Hierbei sieht man kaum bzw. keine Effekte hinsichtlich der Nmin-Gehalte.

Auf der Fläche 2 lässt sich auch wieder die Entwicklung der Nmin-Gehalte im Kulturverlauf aufgrund der Aufnahme durch die Kultur verfolgen. Auch jegliche Bodenbearbeitung (z.B. flache Stoppelbearbeitung) findet man in steigenden Nmin-Gehalten.

Die Betrachtungen werden erstmal unbestimmt weitergeführt.

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