Übersicht der aktuellen Sperrfristen nach DÜV u. Landesdüngegesetz

Als Arbeitshilfe hier eine Zusammenstellung der aktuell gültigen Sperrfristen.

Hinweise:

  • Grundsätzlich ist eine Düngung nur bei entsprechendem Düngebedarf zulässig. Dies gilt auch weiterhin für eine Düngung im Herbst.

  • Besonders zu beachten sind die teils abweichenden Sperrfristen in nitratbelasteten Gebieten (rote Grundwasserkörper = RGK) gemäß Landesdüngeverordnung, diese gelten aber erst ab dem 01.01.2021

  • Unbenommen der rechtlichen Sperrfristen sollte, besonders in Wasserschutzgebieten, immer überprüft werden:
    • Liegt ein Düngebedarf auf der Fläche vor?
    • Können die gegebenen Nährstoffe aufgenommen werden oder unterliegen sie der Auswaschungs- oder Erosionsgefahr?

Daher:

Innerhalb der Schutzgebietszonen der Einzugsgebiete des ALWB:

Gemäß Kooperationsabstimmung: freiwilliger Verzicht der Ausbringung von stickstoffhaltigen Düngemitteln und Nährstoffträgern mit wesentlichen N-Anteil im Zeitraum:
15.10. bis Erreichen der Temperatursumme 200° im Folgejahr!

Gesetzliche Sperrfristen:

Freiwillige Sperrfristen im ALWB Einzugsgebiet

Unbenommen der rechtlichen Sperrfristen sollte, besonders in Wasserschutzgebieten, immer überprüft werden:

  • Liegt ein Düngebedarf auf der Fläche vor?
  • Können die gegebenen Nährstoffe aufgenommen werden oder unterliegen sie der Auswaschungs- oder Erosionsgefahr?

Der Arbeitskreis Landwirtschaft Wasser und Boden war die erste Kooperation in Deutschland die das Temperatursummen Modell umgesetzt hat um die Sperrfrist der Düngung zu bestimmen. Man geht dabei davon aus, dass der richtige Zeitpunkt für die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern nicht ein festgesetztes Datum ist, sondern die Summe aus verschiedenen Jahresspezifischen Komponenten. Zu diesen Komponenten, die sich auf den richtigen Zeitpunkt auswirken, zählt der Niederschlag des Jahres, die Feldkapazität und die Temperatursumme. Für die Temperatursumme werden ab Jahresbeginn alle positiven Tagesmittel erfasst. Im Januar wird mit dem Faktor 0,5 multipliziert, im Februar mit dem Faktor 0,75, und ab März geht dann der „volle“ Tageswert (mal 1) in die Rechnung ein. Wird im Frühjahr die Summe von 200 überschritten, ist der nachhaltige Vegetationsbeginn erreicht. In mittleren Breiten wird das meist im Laufe des März erreicht.