„Mir fehlen die Worte“

„Mir fehlen die Worte“

Die Bilder sind schockierend, niemand wird sie wieder vergessen. Die Mitarbeiter des ALWB waren vor Ort, im Katastrophengebiet Swisttal. „Wie auf dem Schlachtfeld“ – so erlebten Rudolf Herchenbach, Philipp Lindenberg und André Bail die Orte Flerzheim und Odendorf im Landkreis Swisttal in Nordrhein-Westfalen. Die drei waren zwei Tage lang im Einsatz im Katastrophengebiet. „Wir wurden von unserem Kooperations- und Vorstandsmitglied Christoph Becker um Hilfe gebeten.“ Ziel war am Dienstag zunächst der Hof in Flerzheim. Mit 3 Schleppern, bestückt mit Mehrzweckschaufel und Kipper ging es von dort aus direkt in den Ort, wo sich nach der Katastrophe schon Holzlatten, Eisenstangen, Sofas, Waschmaschinen, Schränke, Computer und vieles mehr in den Straßen und vor den Häusern zu Bergen auftürmten. Gemeinsam mit den Anwohnern wurde den ganzen Tag alles verladen und vor die Stadt auf eine provisorische Müllhalde gefahren. Am Mittwoch ging es dann nach Odendorf. Ein Bild der Verwüstung fanden sie vor, denn vor Ort sind nicht nur die umfassenden Zerstörungen zu sehen, Straßen, die keine Straßen mehr sind, zerstörte Gärten, Berge von Hausrat, der nur noch Müll ist. Es kommen auch noch die Gerüche hinzu und alles war überzogen mit einer Haut aus braunem Schlamm. „Wir hatten zuvor die Bilder im Fernsehen gesehen. Sie bereiteten aber nicht annähernd auf die Realität vor, die uns erwartete“, stellen die drei Mitarbeiter im Rückblick fest. Dennoch sind alle froh, zu dem Einsatz gefahren zu sein. „Wenn man diese Bilder sieht und helfen kann, muss man einfach helfen“, betont alle mit Nachdruck. „Wir jedenfalls konnten einen kleinen Beitrag leisten und helfen.“

(Bilder: Philipp Lindenberg)

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